Kevin Warsh, der neu ernannte Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, hat nach der ersten Sitzung des Direktoriums letzte Woche Pläne zur Modernisierung der Datenerfassungsmethoden der Bank bekanntgegeben. Die Initiative könnte Prognosemärkte als ergänzendes Forschungsinstrument für die Wirtschaftsprognose einbeziehen.
Während der jüngsten Sitzung blieb der Leitzins unverändert bei 3,5 % bis 3,75 %. Warsh gab bekannt, dass eine umfassende Überprüfung der Informationsquellen der Zentralbank läuft. Auf einer Pressekonferenz am 17. Juni bezeichnete er die bestehenden Datensätze als „veraltet“ und betonte die Offenheit für Alternativen aus dem Privatsektor.
Die neu gegründete Task Force werde „neue Informationsquellen bewerten und methodische Änderungen in Betracht ziehen, um die Datenerfassung zu verbessern, mit dem Ziel, den Entscheidungsträgern genauere, relevantere, zeitnähere und vielleicht am wichtigsten handlungsrelevante Informationen zu liefern“.
Die US-Aktienmärkte haben durch die Sektoren der künstlichen Intelligenz und der Industrie Rekordstände erreicht, während mehrere führende Gaming-Aktien aufgrund anhaltender Gegenwinde zurückgeblieben sind. Die wirtschaftliche Unsicherheit im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt und der anhaltenden Inflation hat die Markterwartungen hinsichtlich der Geldpolitik verschoben.
Laut den neuesten Daten weisen Händler auf Kalshi und Polymarket jeweils Wahrscheinlichkeiten von 75 % bzw. 80 % auf keine Zinssenkungen in diesem Jahr aus. Diese Werte stehen im Kontrast zu den Projektionen vom 1. Januar, die auf Kalshi drei Zinssenkungen und auf Polymarket zwei Zinssenkungen favorisierten.