Der Jockey Club wird die Racecourse Association Ende des Jahres verlassen, um sich Ascot in einer neuen Organisation anzuschließen. Dieser strategische Schritt stellt das aktuelle Governance-Modell im britischen Pferderennsport in Frage.
Der Jockey Club betreibt 15 wichtige Rennstrecken, darunter Aintree, Cheltenham, Epsom und Newmarket. Der Ausstieg folgt einer Governance-Prüfung durch die RCA, die ein Abstimmungssystem vorschlug, bei dem vier Gruppen von Rennstrecken eine gemeinsame Stimme teilen würden. Jim Mullen, Geschäftsführer des Jockey Club, erklärte, dieser Vorschlag gehe nicht auf die Bedenken der Branche ein und würde weiterhin notwendige Veränderungen blockieren.
Die neue Organisation will sich für einen unabhängigen Vorstand bei der British Horseracing Authority und erhebliche Updates der Rennkalenderliste einsetzen. Die BHA hat kürzlich Simon Cox zum neuen unabhängigen nicht-exekutiven Vorsitzenden ernannt. Derzeit nominiert die RCA zwei Mitglieder für den BHA-Vorstand, eine Rolle, die nach dem Ausstieg dieser großen Rennstätten möglicherweise umkämpft sein wird.
Auswirkungen auf den Rennsportsektor
Die Trennung stellt eine direkte Herausforderung für die Arena Racing Company dar, die 16 Rennstrecken verwaltet und sich auf Volumenrennen für den Wettemarkt konzentriert. Branchenbeobachter merken an, dass die Spaltung sich vertiefen könnte, wenn unabhängige Rennstrecken wie York, Goodwood, Newbury und Chester dem Beispiel des Jockey Club und Ascot folgen.